Wer kann eine Beratung in Anspruch nehmen?
Das Beratungsangebot der psychosozialen Beratungsstelle für Studierende (PBS) steht allen ordentlich immatrikulierten Studierenden der Universität Ulm, der Hochschulen in Aalen, Biberach, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd, Ulm und Neu-Ulm sowie der Hochschule für Rechtspflege am Außenstandort Ulm offen.
Wie läuft die Beratung ab?
Die Beratung erfolgt in persönlichen Einzelgesprächen in vertraulicher Umgebung. Nach der Anmeldung Online-Terminbuchung oder per Mail pbs@nullstudierendenwerk-ulm.de gibt es ein erstes Gespräch, in dem Sie Ihr Anliegen schildern. Im weiteren Beratungsverlauf geht es darum, eine für Sie passende Lösungsmöglichkeit zu finden. Dabei zeigt sich, ob eine Sitzung ausreicht oder mehrere Gespräche benötigt werden. Falls sich Ihr Problem im Rahmen der Beratung nicht ausreichend behandeln lässt und eine Therapie erforderlich ist, besprechen wir, welche Optionen es gibt und nennen gegebenenfalls weitere Anlaufstellen. In unserem Rahmen können wir keine Therapien anbieten.
Zu welchen Anliegen / Themen kann ich mich beraten lassen?
Im ersten Gespräch wird geklärt, was Ihr Anliegen ist und wie wir Sie unterstützen können. Sie können mit allen studienbezogenen und persönlichen Themen zu uns kommen.
Hier einige Beispiele:
• Lern- und Arbeitsschwierigkeiten, Zeitmanagement/ Prokrastination
• Prüfungsangst, Prüfungsversagen, Leistungsanforderungen
• Stressmanagement und Emotionsregulation
• Einsamkeit, Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten, allgemeine Ängste
• Selbstwertgefühl, Mangel an Lebensfreude und Lebenssinn
• Sorgen um andere Studierende, Freunde, Familie
• Clearingstelle für weitergehende Hilfen usw.
Was wird für ein Erstgespräch benötigt?
Für ein Erstgespräch benötigen wir Ihre Anmeldedaten, die Sie uns online oder per Mail an das Sekretariat pbs@nullstudierendenwerk-ulm.de schicken können. Danach erhalten Sie eine Bestätigung per Mail und weitere Informationen.
Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Therapie?
Beratung ist meist auf konkrete Problemlösungen und Entscheidungsfindungen in bestimmten Lebenssituationen ausgerichtet. Es ist oft auf kürzere Zeiträume begrenzt. In der Beratung stehen die Selbstwirksamkeit und das Erreichen definierter Ziele im Vordergrund, die meist lösungs- und zukunftsorientiert sind.
Therapie hingegen bearbeitet tiefere emotionale Themen und zielt auf die Heilung oder Linderung psychischer Störungen ab.
(Mehr dazu unter dem Link: Unterschied Beratung und Psychotherapie)
Wer arbeitet in der Beratungsstelle?
In der Psychosozialen Beratungsstelle arbeiten Psycholog*Innen und (Sozial-) Pädagog*Innen, die i.d.R. eine psychotherapeutische Ausbildung (Systemische Therapie, Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Therapie) haben.
Die Beratung bei uns ist bei einem Mann oder bei einer Frau möglich.
Was passiert mit meinen Daten? Erfährt jemand von der Beratung?
NEIN, neben dem Inhalt der Gespräche unterliegt bereits die Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle der Schweigepflicht. Diese gilt für alle MitarbeiterInnen und gegenüber sämtlichen Personen und Institutionen, also beispielsweise gegenüber der Hochschule, dem Studierendenwerk, den Eltern und dem Hausarzt.
Die Schweigepflicht kann aufgehoben werden, wenn Sie die Übermittlung von Informationen an Dritte (z.B. einen Arzt) wünschen. Die Entbindung von der Schweigepflicht erfolgt ausschließlich in schriftlicher Form.
Muss ich für die Beratung zahlen?
Das Beratungsangebot ist kostenlos.
Auf welcher Sprache finden die Gespräche statt?
Die Beratungsgespräche finden auf Deutsch oder Englisch statt. Auf individuellen Wunsch können wir auch Russisch anbieten.
Wo findet die Beratung statt?
Ulm
Die Beratungsgespräche finden in der Beratungsstelle in der Manfred-Börner-Straße 5 in Ulm statt. Die Beratungsstelle ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier und eine Orientierung im Gebäude können Sie hier abrufen.
Schwäbisch Gmünd und Aalen
Wir bieten Beratungstermine an der Pädagogischen Hochschule und an der Hochschule für Gestaltung sowie in Kooperation mit einer Psychologischen Praxis in Aalen an. Weitere Infos dazu gibt es hier
https://studierendenwerk-ulm.de/beratung-betreuung/psychosoziale-beratung/
Biberach und Heidenheim
An der Hochschule Biberach bieten wir monatlich eine Beratung vor Ort an. Weitere Infos dazu gibt es hier https://studierendenwerk-ulm.de/beratung-betreuung/psychosoziale-beratung/.
Hat eine Beratung Folgen für eine etwaige Verbeamtung?
Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 30.10.2013 (Az. 2 C 16.12) entschieden, dass bloße Zweifel an der gesundheitlichen Eignung eines Bewerbers unerheblich sind. Ebenso gehe es zu Lasten des Dienstherren, wenn sich vorzeitige dauernde Dienstunfähigkeit oder krankheitsbedingte erhebliche und regelmäßige Ausfallzeiten nach Ausschöpfen der zugänglichen Beweisquellen weder feststellen noch ausschließen ließen. Diesen Grundsätzen folgend stehen gesundheitliche Beeinträchtigungen, welche eine psychologische Beratung oder psychotherapeutische Behandlung begründen, in der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle einer Verbeamtung nicht entgegen und sollten keinesfalls aus Sorge vor möglichen negativen Folgen hinsichtlich einer etwaigen Verbeamtung unterbleiben. Vielmehr können Beratung und Therapie den Gesundheitszustand fördern und somit die gesundheitlichen Voraussetzungen auch für eine Eignung zur Übernahme ins Beamtenverhältnis verbessern.